In Erwartung der üblichen tunesischen Bürokratie stehen wir am Fährterminal von La Goulette. Beim Warten vor einer der zahlreichen Kontrollen kommen wir mit einem italienischen Africa Twin Fahrer ins Gespräch. Kurz vor Gabès hat er uns mal überholt: Italienisch lässig in T-Shirt und kurzer Hose. Eine lange, hässliche Schürfung an seinem linken Unterarm lässt darauf schliessen, dass auch er diese Lektion nun gelernt hat. Seine Freundin hatte allerdings weniger Glück: Sie musste sofort nach Italien ausgeflogen werden.
Vom Oberdeck her beobachten wir das Durcheinander des Verladens. Unter den Passagieren sind viele tunesische Gastarbeiter, die ihren gesamten Hausrat mit nach Europa zu nehmen scheinen. Viele Autos sind mit Lebensmitteln, Gebrauchsgegenständen und Möbeln regelrecht überladen. Beim Blick über die Hafenanlagen entgehen meinem interessierten Ingenieursblick natürlich nicht die elegant geschwungenen, selbsttragenden Dächer der umliegenden Lagergebäude.
Wir verlassen Afrika schliesslich bei grösster Hitze. Leider haben wir das Schiff betreffend weniger Glück als bei der Hinfahrt: Der Habib ist das Alter rundum anzusehen. Alles ist ziemlich schmuddelig, aber nach zwei Übernachtungen im Hotel du Lac in Tunis schreckt uns diesbezüglich kaum mehr etwas.
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