Erster Tag - Erste Panne
08.08.2000
Heute ist der grosse Tag. Um 06.00 aufgestanden, um 07.00 die Esel bepackt, um 07.30 abgefahren, um 10.00 im Gotthardtunnel die Kerze verbrannt und um 10.15 von Ambri aus verzweifelt den Mechaniker angerufen. Das kann ja heiter werden. Eine Autowerkstatt hat zufälligerweise passende Kerzen. Ich kaufe gleich zwei.

Am Nachmittag folgen wir dem Lago Maggiore bis zu seinem Abfluss in die Poebene. Ein ziemlich übler Verkehrsunfall mit Polizei, Feuerwehr und Leichenwagen verzögert unsere Reise um eine weitere Stunde und irgendwie will auch das flaue Gefühl im Magen nicht so recht zur Ferienstimmung passen.

Um 20.00 erreichen wir nach 550 km endlich die Hafenstadt Genua. Genua ist eine dreckige Stadt, die zahlreichen Paläste und Villen mit ihren düster verschmierten Fassaden könnten den Abstieg Genuas in den letzten paar hundert Jahren nicht deutlicher dokumentieren. In den Gassen lungern zwielichtige Gestalten herum, von dem sonst in Italien üblichen Strassenleben ist rein gar nichts zu sehen. Die Hotels in unserer Preisklasse sind alle voll, so dass wir nach langem Suchen auch 200 CHF als angemessenen Preis betrachten. Wir sind einfach froh, ein bequemes Bett zu haben und die Motorräder vor der ständig besetzten Reception parkieren zu dürfen.